Der Normalfall der Schule ist die sog. Regelklasse (Regelunterricht). Sie ist für Kinder und Jugendliche ohne besonderen Förderbedarf vorgesehen und folgt dem lehrplanmässigen Standard. Der Zürcher Kantonsrat hat nun beschlossen, für verhaltensauffällige und leistungsschwache Schüler künftig besondere Förderklassen einzuführen. Ein weiteres Modell ist der «erweiterte Lernraum». Dieses Modell, auch «Schulinsel» genannt, wird heute bereits in vielen Schulen angewendet. Die betroffenen Kinder sind dabei in einem vorübergehenden Time-Out, das weniger als ein halbes Jahr dauert. Beide Modelle verfolgen das Ziel, die Schüler nach einer bestimmten Zeit wieder in den Regelunterricht ihrer eigentlichen Klasse zurückzuführen. Die lokalen Schulpflegen entscheiden, welches Modell sie nebst den Regelklassen künftig möchten. Auch den konkreten Entscheid über einen Wechsel in die Förderklasse übernimmt die Schulpflege nach Absprache mit Eltern, Klassenlehrerin und Schulleitung.
(sda)
