Kaum eine andere soziale Institution war in den letzten Jahren derart brutalen Veränderungen ausgesetzt, wie die Familie. Als neustes Prunkstück soll nun eine sog. «formelle Lebenspartnerschaft» (Pacte de PACS) geschaffen werden. Die Rechtskommission des Ständerates schickte Ende Mai einen entsprechenden Gesetzesentwurf in die Vernehmlassung. Lanciert hatte die Idee Ständerat Andrea Caroni (FDP/AR) bereits 2022 mit einer parlamentarischen Initiative (22.448).
Damit soll nun nebst der «formelle Ehe», der (gleichgeschlechtlichen) «eingetragenen Partnerschaft» (Partnerschaftsgesetz), der «Ehe für alle» und dem Konkubinat noch durch ein weiteres Familienkonstrukt geschaffen werden – nämlich eine «formelle Lebenspartnerschaft» (PACS) als Zwischending von Ehe und Konkubinat. Die neue Institution stünde auch gleichgeschlechtlichen Paaren offen und schafft einen neuen eheähnlichen Rechtsrahmen mit erheblichen Folgewirkungen im Familien-, Kindes-, Wohnungs-, Sozialversicherungs- und Verfahrensrecht. Im Kern geht es darum, bisherige Nachteile des Konkubinats zu beseitigen und Vorteile der Ehe ins Konkubinat zu übertragen («Ehe light»).
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