
Der Bayerische Rundfunk (BR) macht in seiner Sendereihe «Stationen» auf plumpe Weise Stimmung gegen christliche Influencer. Konkret ging es darum, um die Influencerinnen Jasmin Neubauer und Jana Highholder in ein schlechtes Licht zu rücken. Das Rezept ist simpel: Man nehme eine Handvoll vorurteilsbeladener Schlagworte wie «rechtes Gedankengut» oder «Hass», befrage einige sogenannte «Experten» und garniere alles mit einoigen zusammenhangslosen Filmschnipseln. Fertig.

Instagram-Inhalte der beiden Christfluencerinnen werden eingeblendet und danach versucht die katholische Theologiestudentin Kira Beer (im Bild oben), den «christlichen Populismus» «richtig einzuordnen». Sie sei selbst bei Instagram aktiv und «forsche» über die Einflussnahme sozialer Medien «wissenschaftlich an der Uni». Mit Blick auf Highholder und Neubauer belehrt sie: «Pluralismus wird ja völlig abgelehnt. Die Meinung von denen ist, nur mit Jesus ist man gerettet und alle müssen sich zu Jesus bekehren und genau so leben, wie wir Jesus verstehen. Und das halte ich für hochproblematisch.» Genau das lehren ja eigentlich Kirchen seit rund 2.000 Jahren.
Letztlich führt sich die Sendung selbst ad absurdum. Wenn Beer die «ganz starken Geltungsansprüche» der christlichen Influencerinnen kritisiert, übersieht sie den Balken im eigenen Auge. Denn natürlich vertritt auch sie einen Geltungsanspruch. «Kira Beer lehnt es ab, die christliche Botschaft so zu benutzen, wie es den Influencern gerade ins eigene Weltbild passt», erklärt die Moderatorin der Sendereihe «Stationen». Dabei macht Beer genau das: Sie stutzt sich die christliche Botschaft so zurecht, dass sie in ihr theologisch liberales Weltbild passt.
Besonders unaufrichtig ist, dass der BR der voreingenommenen Kritik einen wissenschaftlichen Anstrich gibt, der Objektivität vorspiegeln soll. In dem Beitrag sagt Beer: „Ich habe jetzt nicht die Motivation, irgendjemanden zu bekehren oder so.“ Dann, liebe Frau Beer, lieber Bayerischer Rundfunk, lassen Sie es doch bitte einfach sein.
(idea)
