Prämien steigen 4,4%

Anfangs Oktober verkündete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Prämiensteigerung der Krankenkassen. 2026 liegt die mittlere Monatsprämie für Erwachsene bei 465 Franken (+4,1%), für junge Erwachsene bis 25 Jahre bei 326 Franken (+ 4,2%) und für Kinder und Jugendliche bei 122 Franken (+4,9%). Die mittlere nationale Prämie – quer über alle Gruppen und Kantone – beträgt 393 Franken. Sie wird berechnet, indem alle in der Schweiz bezahlten Prämien addiert und durch die Gesamtzahl der Versicherten geteilt werden. Für eine vierköpfige Schweizer Durchschnittsfamilie ohne Prämienverbilligungen bedeutet dies, dass sie im Monat fast 1’200 Franken für die Grundversicherung ausgibt.

Überdurchschnittlich steigen die Prämien im Tessin, im Wallis und in Appenzell Innerrhoden. Die grosse positive Ausnahme ist Zug: Dort sinkt die durchschnittliche Prämie um gleich 15% oder über 50 Franken. Der finanzstarke Kanton übernimmt 2026 und 2027 fast sämtliche Spitalkosten (und nicht nur die gesetzlich vorgeschriebenen 55%).

Der Krankenkassenverband Prio Swiss ortet im Gesundheitswesen noch «grosses Effizienzpotenzial» und fordert eine bessere Versorgungsplanung über die Kantonsgrenzen hinweg. Er warnt vor einem weiteren Ausbau des Leistungskatalogs und sieht «wichtiges Korrekturpotenzial» bei einzelnen Bereichen, in denen die Kosten stark gestiegen sind, wie der Angehörigenpflege, der Psychotherapie und den Abnehmmedikamenten.

(sda)

Schreiben Sie einen Kommentar