Parlament stoppt Gesundheitsstudie

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist berüchtigt für seine notorische sog. «Präventionstätigkeit». Wieviel und was gegessen werden darf, wird da vorgeschrieben. Wieviel zu schlafen, zu gehen und zu arbeiten ist. Und natürlich: Wie man sich gefälligst beim sexuellen Seitensprung zu verhalten hat («im Minimum ein Gummi drum»). In der Dezembersession zog das Parlament nun für einmal die Notbremse. Ausgebremst wurde damit eine Langzeitstudie über die chronische Wirkung von Chemikalien wie PFAS auf den menschlichen Körper, welche das BAG mit 100’000 Teilnehmern in Auftrag geben wollte. Für eine aussagekräftige Langzeitstudie hätte sich das Projekt über mindestens 20 Jahre erstrecken müssen und pro Jahr 10 bis 12 Mio. Franken gekostet. Diese Übung verhinderte nun das Parlament zum Leidwesen des BAG und seiner Seilschaften.

(NZZ)

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