Kontroverse Leitlinie zu Transkindern

Während in Grossbritannien und Skandinavien die Verabreichung von Pubertätsblockern an Minderjährige unterbunden wird, zeichnet sich in den deutschsprachigen Ländern eine gegenläufige Entwicklung ab.

Anfangs März veröffentlichte eine nicht autorisierte und LGBTQI-Kreisen nahestehende Gruppe von 24 Experten neue «Leitlinien» für die Behandlung von «Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie im Kindes- und Jugendalter». Diese Empfehlungen sollen nun gesamten deutschen Sprachraum umgesetzt werden. Beteiligt waren zwei Schweizer, nämlich Dr. med. Dagmar Pauli, Kinder- und Jugendpsychiaterin der Universitätsklinik Zürich, sowie Christian Gredig, Sozialpädagoge und Gründungsmitglied des Vereins Trans-Kinder-Netz Schweiz.

Massiver Widerstand

In Fachkreisen zeichnet sich allerdings starker Widerstand gegen diese trans-freudigen Seilschaften ab. Die Kritik kommt von den Fach- und Elternverbänden, die bereits eine frühere Veröffentlichung der «Leitlinien» verzögert hatten. Hierzu gehörte etwa die Schweizer Fachgesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (SGKJPP), die eine Überarbeitung forderte. Die Europäische Kinder- und Jugendfachgesellschaft Escap erliess eine Erklärung, worin sie die Berücksichtigung medizinethischer Grundsätze anmahnte. Und schliesslich verfassten fünfzehn deutsche Hochschulprofessoren eine fundierte Kritik, die auch vom deutschen Ärztetag (das Parlament der Ärzteschaft) geteilt wurde.

«Affirmativer» Ansatz

Trotz breiten Widerstandes wurden die «Leitlinien» nun anfangs März fast unverändert publiziert. Im Kern geht es dabei um den «affirmativen» Behandlungsansatz: Gibt ein Jugendlicher bekannt, er fühle sich in seinem Körper unwohl, so dürfe diese Wahrnehmung nicht hinterfragt werden, sondern sei zu akzeptieren. Andere psychiatrische Diagnosen sind damit von vornherein ausgeschlossen – selbst wenn viele Jugendliche gleichzeitig nachweislich an anderen psychischen Störungen leiden. Eine ergebnisoffene Psychotherapie, womit die Selbstwahrnehmung hinterfragt würde, wird damit verhindert. Es folgt das sog. «Dutch Protocol», d.h. die Abgabe von Pubertätsblockern und Hormonen – bis hin zur Entfernung von Brüsten, Gebärmutter, Hoden und Penis.

Demgegenüber zeigen neue Untersuchungen wie der Cass-Review von 2024, dass ein «affirmativer» Ansatz wissenschaftlich nicht haltbar ist. Im Gegenteil: Es mehren sich die Hinweise, dass dabei schwere Probleme auftreten wie Unfruchtbarkeit, eine Abnahme der Knochendichte, psychische Belastungen durch das Ausbleiben der Pubertät und Verzögerungen der Hirnentwicklung. Die Schweizer Fachgesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie hat der Leitlinie ihre Zustimmung verweigert.

Kosmetische Änderungen

Neu in die Leitlinien eingefügt wurde eine Unterscheidung zwischen einer «stabilen Geschlechtsinkongruenz» und einer «vorübergehenden Geschlechtsunzufriedenheit». Erst bei einer stabilen oder dauerhaften Geschlechtsinkongruenz sei die Behandlung mit Pubertätsblockern und Hormonen angezeigt. Dabei allerdings handelt es sich um eine kosmetische Korrektur, die der trans-freudigen LGBTQI-Lobby bei ihren Experimenten am Menschen kaum im Weg steht. Die vulnerablen Minderjährigen sind den Machenschaften von Dagmar Pauli und Konsorten weiterhin ungeschützt ausgeliefert. Wie lange bleibt solches noch möglich am Universitätsspital Zürich?

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