
Kommt mit der Individualbesteuerung die Familienstrafe?
Am 8. März entscheidet die Schweizer Stimmbevölkerung über die Einführung der Individualbesteuerung. Das Modell soll die sogenannte «Heiratsstrafe» beseitigen – doch bei genauerem Hinsehen droht für viele Familien das Gegenteil: höhere Steuerbelastungen, mehr Bürokratie und zusätzlicher Druck auf Eltern.
Besonders betroffen wären Familien mit nur einem Haupterwerbseinkommen, Teilzeit arbeitende Mütter sowie Eltern, die Kinder oder pflegebedürftige Angehörige betreuen. Während gutverdienende Doppelverdienerpaare profitieren könnten, geraten traditionelle Familienmodelle finanziell und gesellschaftlich zunehmend unter Druck.
Zudem wirft die Individualbesteuerung viele ungeklärte Fragen auf – etwa zur Aufteilung von Kinderabzügen, Sozialleistungen oder Vermögen – und würde den administrativen Aufwand für Familien erheblich erhöhen.
