Die am 13. April abgelaufene Kampagne «40 Tage für das Leben» in der Nähe des Spitals Wil SG hat ein politisches und mediales Nachspiel. Der Stadtrat muss auf Fragen der Stadtparlamentarierin Ronja Stahl (SP) antworten. Stahl schrieb dabei, die Demonstrierenden seien mit Schildern präsent gewesen und hätten dafür gebetet, die Abtreibungspraxis zu «beenden». Gemäss der Wiler Zeitung hatte die Kantonspolizei die öffentliche Gebetsaktion bewilligt und festgestellt, dass sich die Organisatoren an die Vorgaben gehalten hatten und es keine Zwischenfälle gab. Trotzdem behauptete Stahl in ihrem Vorstoss, der ungehinderte Zugang zu medizinischer Versorgung sei beeinträchtigt und das Gesundheitspersonal «in der Ausübung ihrer Pflicht gegenüber Patient*innen und deren Wohl behindert» worden. Sie will die Möglichkeit von Verbotszonen für solche Gebetsaktionen prüfen lassen, wie sie etwa in Deutschland bestehen.
(idea)
