Medienmitteilung
In der Schweiz gibt es rund 1,15 Mio. Haushalte mit Kindern unter 25 Jahren (29% aller Privathaushalte). Darunter haben 216’000 Haushalte drei und mehr Kinder (Stand Ende 2023). Genau diese Familien sind die Hauptleidtragenden der neuen Individualbesteuerung. Für sie wird es teilweise dramatisch.
«Wir sind entsetzt über den Beschluss des Ständerates vom 3. Juni», meint Käthi Kaufmann-Eggler, Präsidentin der IG kinderreicher Familien (IG «Familie 3plus »). Bei Grossfamilien sei es der Mutter nämlich oft nicht möglich, nebst dem Familienmanagement noch einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Sie zerbreche sonst an der Doppelbelastung.
Weil die Kinderabzüge künftig durch zwei geteilt werden müssen, fallen sie bei nur einem Haupteinbkommen oder kleinem Zweiteinkommen quasi ins Leere. Die Mutter hat gar nicht genügend Einkommen, von dem sie etwas abziehen könnte. Bereits die Vernehmlassung zeigte diese absurde Benachteiligung traditioneller Familien. So müsste etwa ein «modernes» Doppelverdiener-Ehepaar mit zwei Kindern bei einem Reineinkommen von je 75’000 Franken künftig lediglich rund 700 Franken direkte Bundessteuer zahlen. Demgegenüber bekäme ein traditionelles Einverdiener-Ehepaar mit demselben Totaleinkommen von 150’000 Franken eine Steuerrechnung von über 4’000 Franken.
«Wieder einmal werden die Familien ausgequetscht wie ein Zitrone», sagt Käthi Kaufmann. «Aber wird werden uns wehren. Es ist eine Schande, wie die Linke hier den gutbetuchten Liberalen und Grünliberalen auf den Leim gegangen ist.»
Käthi Kaufmann-Eggler, Präsidentin
