Seit Jahren wächst die Kritik an der integrativen Schule. Lehrer sind überfordert, Schüler leiden, das System kommt an seine Grenzen. Die Idee, dass auch Kinder mit Lernschwäche oder Verhaltensauffälligkeiten eine reguläre Klasse besuchen sollten, wurde zum grössten Streitpunkt der Schweizer Bildungspolitik. Jetzt hat der Kanton Zürich eine teilweise Abkehr vom integrativen Unterricht beschlossen. Am 24. März stimmte das Kantonsparlament für die Annahme einer Volksinitiative von SVP, FDP und GLP. Die Initiative verlangt die Einführung von sogenannten Förderklassen für Kinder mit «auffälligem Verhalten». Ein Urnengang erübrigt sich damit. Wie die Massnahme im Detail umgesetzt wird, ist noch offen.
(sda)
