Ein Gesetzentwurf zur Legalisierung assistierter Selbsttötung in England und Wales ist im Oberhaus gescheitert. Wegen zahlreicher Änderungsanträge konnte die Vorlage vor der Vertagung des Parlaments nicht abgeschlossen werden und verfällt damit. Der Gesetzentwurf hatte zuvor im Unterhaus eine knappe Mehrheit erhalten. Unheilbar kranke Erwachsene, die weniger als sechs Monate zu leben haben, hätten damit Anspruch auf Hilfe zur Selbsttötung. Voraussetzung wäre die Zustimmung zweier Ärzte sowie eines zusätzlichen Gremiums sein. Lebensschützer begrüssten das Aus. Die anglikanische und katholische Kirche sowie die Evangelische Allianz und „RightToLife“ warnten vor den Risiken des Gesetzes und forderten stattdessen bessere Palliativversorgung. Die Befürworter dürften jedoch einen neuen Anlauf planen.
(idea)
