In den letzten zehn Jahren stieg der Anteil derer, die regelmässig „spirituelle“ Bücher, Zeitschriften oder Beiträge im Internet lasen. Gleichzeitig nahm der Konsum „religiöser“ Schriften ab. Dies zeigen die ersten Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS) aus der Erhebung zur Sprache, Religion und Kultur 2024. Der Anteil derer, die innerhalb eines Jahres eine religiöse Veranstaltung oder einen Gottesdienst besucht hatten, sank von ca. 70% auf rund 50%. In den Landeskirchen war der Anteil deutlich niedriger als bei „anderen christlichen Gemeinschaften“. Zu letzteren zählen evangelische Freikirchen. Ähnlich ist das Verhältnis auch in Sachen Gebet. In der Gesamtbevölkerung nahm der Glaube an Gott vor allem bei Personen ab 65 Jahren ab, bei jenen unter 25 Jahren blieb er konstant. In schwierigen Momenten und bei einer Krankheit spielen Religion oder Spiritualität bei einer deutlichen Mehrheit der Frauen weiterhin eine eher wichtige oder sehr wichtige Rolle. Bei Männern ist der Anteil ca. 20% tiefer. Pensionierte beten häufiger als Jüngere.
(bfs)
