Dem Leben eine Chance geben!

Viele Behörden verfolgen eine zunehmend lebensfeindliche Haltung. Hierzu gehören nicht nur die Normalisierung der Abtreibungen und die Verschärfung des Adoptionsrechts, sondern auch die Zürcher Massnahmen gegen den «Marsch fürs Läbe».

Die Geburtenrate der Schweiz ist im Tiefflug. Über die Hälfte der kinderlosen Personen zwischen 18 und 45 Jahren will keine Familie mehr gründen. Laut Bundesamt für Statistik (BfS) ging die Geburtenzahl 2025 erneut zurück. Es ist bereits das vierte Mal in Folge. Durchschnittlich wurden nur noch 1,28 Kinder pro Frau geboren.

Die Versicherung Swiss Life veröffentlichte Ende Juni eine Studie zu den Ursachen. Die häufigsten Gründe sind der fehlende Kinderwunsch (52%), eine abgeschlossene Familienplanung (43%) und die finanzielle Belastung (39%). Befragt wurden 3’200 Personen zwischen 18 und 60 Jahren.

Reiche Schweiz – arm an Kindern

Während Wirtschaft und Staat über die sinkende Kinderzahl jammern, unternehmen sie gleichzeitig alles, um noch mehr Mütter in den ausserhäuslichen Erwerbsprozess zu nötigen und sie damit von (mehr) Kindern abzuschrecken. Die Individualbesteuerung und die damit verbundene Benachteiligung der Familien ist nur das jüngste Beispiel.

Kein Wunder schrecken Mütter vor weiteren Kindern zurück, wenn sie schon zum bisherigen Überleben unbedingt auswärts arbeiten müssen. Es darf doch nicht sein, dass in unserer reichen Schweiz fast 40% der Eltern aus finanziellen Gründen kein weiteres Kind haben können!

Krankenkasse übernimmt Abtreibungskosten

Während die Kinderzahl sinkt, nehmen die Abteibungen stetig zu. Die neusten BfS-Abtreibungszahlen weisen für 2025 12’301 Schwangerschaftsabbrüche aus. Zehn Jahre zuvor (2014) waren es noch 10’021. Über 83% der hiesigen Abtreibungen werden (bis zur 9. Schwangerschaftswoche) ohne grossen Aufwand medikamentös zuhause durchgeführt.

Ab 2027 übernimmt die Krankenkasse die vollen Abtreibungskosten, d.h. sogar ohne Abzug von Franchise und Selbstbehalt. Die neue Regelung passierte das Parlament unter dem Titel ««Kostendämpfungspaket 2» im März 2025 praktisch unbemerkt. Die politische Linke unterstrich den symbolischen Gehalt dieser Änderung. Mattea Meyer, Ko-Präsidentin der SP, sprach von einem «feministischen Meilenstein». FDP-Frauen-Präsidentin und Nationalrätin Bettina Balmer sagte zur Sonntagszeitung: «Wenn man Ja zur Fristenlösung sagt, dann muss man auch einen straflosen Schwangerschaftsabbruch in die Mutterschaft integrieren.»

Ungewollt kinderlos

Tragisch ist angesichts all dieser Vorgänge das Schicksal jener Frauen, die ungewollt kinderlos bleiben. Gemäss der erwähnten Swiss Life-Studie wünscht sich fast die Hälfte der kinderlosen Paare Kinder zu haben.

Seit dem Jahr 2000 wuchs die Schweizer Bevölkerung um 2 Millionen Menschen. Dieses Wachstum erfolgte ausschliesslich durch Zuwanderung aus oft völlig fremden Kulturkreisen. Diese Masseneinwanderung führt bei einem Grossteil der Bevölkerung (45%) zu Unruhe und zur gesellschaftlichen Spaltung. Das Konzept unserer kleinräumigen, vielfältigen und direktdemokratischen Schweiz wird durch die explodierenden, multikulturellen Ballungszentren der Städte in Frage gestellt. Die Willensnation Schweiz basiert historisch auf der gegenseitigen Achtung der Sprachregionen, Religionsgemeinschaften und der Verschiedenheit der Kantone. Die wert-fremde Multikulti-Konsumgesellschaft der Städte ist von dieser Grundhaltung meilenweit entfernt.

Adoptionen erschwert

In Anbetracht der ständig wachsenden Abtreibungszahlen und dem unerfüllten Kinderwunsch vieler Frauen wäre die Adoption eine sinnvolle Alternative zur Masseneinwanderung. Stattdessen fällt dem Bundesrat und Parlament nicht Klügeres ein, als die Adoption unter Berufung auf das «Kindswohl» ständig zu erschweren. Dem «Kindswohl» ist mit der Liquidierung im Mutterleib offenbar besser gedient als mit einer Adoption.

Der Bundesrat will internationale Adoptionen gar grundsätzlich verbieten, wurde dabei in der Sommersession jedoch vorläufig gestoppt. Auslandsadoptionen sind damit aber faktisch bereits unmöglich geworden. Inländische Adoptionen sind aufgrund formalistischer Voraussetzungen schon bisher die absolute Ausnahme. Pro Jahr werden in der Deutschschweiz nur etwa 15 Babys zur Adoption freigegeben! Angesichts von über 12’000 Abtreibungen ist dies lächerlich.

Bewilligt werden müssen Adoptionen nach einer langen Kontrollperiode durch die notorisch bekannten Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB). Sie überwachen die obligatorische Pflegezeit und genehmigen am Schluss die Adoption. Dauer des ganzen Prozesses: Zwei bis vier Jahre! Für eine Senkung der Abtreibungszahlen wäre eine private Initiative dringend nötig, um Mütter zur Freigabe ihres Kindes zur Adoption zu bewegen. Die leichte Verfügbarkeit der medikamentösen Abtreibung und die enormen Erschwernisse für eine Adoption schrecken abtreibungswillige Mütter von vornherein ab, eine Adoption überhaupt in Betracht zu ziehen. Dieser Missstand müsste dringend behoben werden!

Normalisierte Tötungsindustrie

Seit Inkrafttreten der Fristenlösung am 1. Oktober 2002 werden bis Ende dieses Jahres in unserem Land rund 290’000 Kinder ihr Leben im Mutterleib verloren haben. Dies muss uns alle mit tiefer Trauer erfüllen.

Dabei geht es nicht nur um die sinkende Geburtenzahl, sondern auch um die Vernichtung eines ungeborenen Menschen – eines einzigartigen gottgegebenen Individuums! Mit der Betrachtung des Schwangerschaftsabbruchs als Teil der Gesundheitsversorgung wählen die Behörden einen Weg, die Tötungsmaschinerie zu «normalisieren» und zu kommerzialisieren. Dies gilt auch betreffend den Mitwirkungszwang des medizinischen Personals.

Menschenfeindliche Geisteshaltung

Am 19. September 2026 findet in Zürich der alljährliche «Marsch fürs Läbe» statt. Einmal mehr will Sicherheitsdirektorin Karin Rykart (Grüne) diesen in ein Aussenquartier abdrängen. Sie liess zu diesem Zweck von der Polizei ein Gutachten erstellen, in dem der Marsch fürs Läbe als «Veranstaltung mit erhöhtem Sicherheitsrisiko» dargestellt wird, weshalb es keinen Platz in der Innenstadt gebe. Begründet wird dies mit der Gefahr von Gegendemonstrationen. Konkret entscheiden somit die Antifa-Linksextremisten und der schwarze Block, wer in Zürich noch öffentlich seine Meinung kundtun darf.

Dasselbe Hickhack findet schon seit Jahren statt und ist Ausdruck der Geisteshaltung jener grün-sozialistischen Zürcher Politikerinnen, die jede Diskussion über die Abtreibung am liebsten unterbinden möchten. Wenn der Schwangerschaftsabbruch zur normalen Gesundheitsdienstleistung geworden ist, so darf konsequenterweise auch nicht mehr dagegen demonstriert werden.

Seitens unserer Arbeitsgruppe «Jugend und Familie» werden wir den «Marsch fürs Läbe» weiterhin in seinem Kampf unterstützen, den Schutz des menschlichen Lebens auch in der Öffentlichkeit zu vertreten.                                                                                           

Celsa Brunner

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