In vielen Medien werden bekennende Christen immer wieder ausgegrenzt. Selbst seriöse Zeitungen schreiben von «evangelikalen Fundis» und «erzkonservativen Katholiken». Teilweise schlägt uns blanker Hass entgegen. Woher kommt das alles?
2024 gab es in Europa über 2’200 antichristliche Hassverbrechen. Diese Zahl nennt der jährliche Bericht des OIDAC (Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe) vom Oktober 2025. Die gemeldeten Vorfälle reichen von Hetze gegen Personen, Pöbeleien gegen christliche Veranstaltungen über Brandstiftung bis hin zu Tötungsdelikten (z.B. Frankreich). Auch die Schweiz bleibt nicht verschont.
Am Sonntag, 15. März 2026, wurde in der Kirche von Le Sentier (VD) morgens um 07.30 Uhr auf dem Lesepult neben dem Altar eine wertvolle alte Bibel angezündet. Die 31-jährige Brandstifterin wurde verhaftet. Im September 2023 brannten die Bänke der katholischen Kirche Laupersdorf (SO). Ein Mann hatte nachts Benzin ausgegossen und angezündet. Der Täter wurde verurteilt. Und am 9. Oktober 2025 wurde in der reformierten Kirche Kirche St. Margaretha in Frenkendorf (BL) ebenfalls ein Feuer gelegt. Ein 36-jähriger Mann wurde festgenommen.
Solche Handlungen gegen gegen christliche Kirchen und Symbole erfolgen nicht einfach so. Sie sind Teil einer Ausgrenzung von Christen und deren Institutionen in vielen Medien. Selbsternannte «Sektenexperten» hetzen und schaffen Abscheu gegen Gläubige. Beispiele gibt es viele.
Hatz gegen christliche Schulen
Gegen das Lehrpersonal der früheren christlichen Privatschule «Servite Domino» in Kaltbrunn – heute «Christliche Schule Linth» (CSL) – wurde im Frühjahr 2022 eine Strafuntersuchung eröffnet und mangels Substanz gleich wieder eingestellt. Das Verfahren ging auf alte Unterstellungen des «Sektenexperten» Hugo Stamm im Zürcher Tagesanzeiger zurück. Im St. Galler Kantonsrat reichten SP/Grüne einen Vorstoss ein (51.06.73), wonach an der Schule ein «Klima von Frömmigkeit und Unterdrückung, von Bespitzelung und Psychoterror» herrsche.
Dem Schweizer Fernsehen liess die Verfahrenseinstellung von 2022 keine Ruhe. So brachte SF am 21. September 2023 eine reisserische DOK-Sendung unter dem Titel «Die evangelikale Welt der Läderachs – Züchtigung im Namen Gottes». Die Rede war von psychischem und religiösem Missbrauch, von Schlägen und «Psychoterror». Unter dem Druck der Medien von der linken WoZ bis zur angeblich bürgerlichen NZZ nahm die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wieder auf. Im Visier war der Chocolatier Jürg Läderach, der nebst der Schule «Servite Domino» auch den jährlichen «Marsch fürs Läbe» unterstützte.
Subtile Stimmungsmache gegen Christen
SRF nutzte unter dem Slogan «Nach dem Läderach-Skandal» eine ganze Reihe von Sendegefässen zur Jagd auf den bekennenden Christen Läderach. In Zürich und Basel verwüsteten Antifa-Schlägertrupps Läderach-Filialen mit Buttersäure. Das Verfahren der Staatsanwaltschaft gegen die Schule wurde kurz darauf eingestellt («keinerlei Anhaltspunkte für strafbares Verhalten»). Der Vorfall war aber ein Paradebeispiel, wie Staatsmedien im Verbund mit Mainstream-Medien gegen Christen hetzen.
Begründet wird das rabiate Vorgehen meist mit pauschalen Unterstellungen wie «psychischem und religiösem Missbrauch» oder «Psychoterror». Diese Begriffe sind rechtlich kaum fassbar und stellen keine Ehrverletzung dar. Das Vorgehen ist deshalb besonders perfid. Selbst die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) spricht bei evangelikalen Christen oft von «fundamentalistischen Fanatikern».
Hehlis Kreuzzug
Beispielsweise NZZ-Inlandredaktor Simon Hehli lässt kaum eine Gelegenheit aus, seinem Hass auf die Christen freien Lauf zu lassen. Bereits in der NZZ vom 19.10.2019 schrieb er unter dem Titel «Da muss der Teufel am Werk sein» einen Kampfartikel gegen die ist die charismatische «International Christian Fellowship» in Zürich: «Die Freikirche ICF hat erfolgreich moderne Gottesdienstformen aus den USA in die Schweiz importiert und begeistert mit ‘celebrations’ und Jesus-Pop insbesondere junge Leute aus dem evangelikalen Milieu. Doch wenn sie mit Kritik eingedeckt werden, sind die ICF-Frontleute gar nicht mehr ‘easy’ drauf.»
Er zitierte ICF-Pastor Leo Bigger und dessen Aussagen über die reale Existenz des Bösen – dem Teufel. Hierzu Hehli: «Solche Aussagen sind typisch für das dualistische Weltbild vieler Evangelikaler. Es gibt nicht nur das Gute und Helle in der Gestalt von Gott, sondern auch das Böse und Dunkle, das real in die Welt hineinwirkt: der Leibhaftige und allerlei Dämonen. Eine solche Geisteshaltung kann problematisch für die psychische Gesundheit sein.»
Gegen christliche Sozialarbeit
In der NZZ vom 25.11.2025 hetzte Hehli unter dem Titel «Zwischen Moral und Selbstbestimmung» gegen die christliche Gassenarbeit im Rotlichtmilieu. So gebe es mittlerweile «eine grosse Anzahl von frommen Organisationen, die im Milieu aktiv sind. Die Heilsarmee tut dies mit der Fachstelle Rahab in Bern, Zürich und Basel. Der Name ist abgeleitet von einer Hure aus der Bibel. In Thun gibt es Parparim, in Biel From my heart to yours, in Winterthur Anora, in Bern Neue Würde, in Zürich Heartwings.» Und weiter: «Immer wieder sehen sich die christlichen Organisationen mit dem Vorwurf konfrontiert, sie würden die Arbeit im Rotlichtmilieu nutzen, um den Glauben zu verbreiten – und dabei auch auf unbedarfte Mitstreiter setzen. Als Beleg dafür dient etwa ein Flyer, mit dem die als sehr missionarisch geltende Freikirche ICF ihre Mitglieder für ein Engagement in der Milieuarbeit bei Rahab Bern motivieren wollte.» Schliesslich appellierte Hehli, ja nicht auf das «nordische Modell» hereinzufallen. Prostitution gesetzlich einzuschränken sei quasi ein Angriff auf die Grundrechte.
Am 29.12.2025 tobte Hehli unter dem Titel «Die reformierte Kirche lockt Kinder mit Lego» gegen den Bibellesebund (BLB). Der Grundtenor war, dass sich die reformierte Kirche vom evangelikalen BLB instrumentalisieren lasse: «Mit Legosteinen plus Bibelgeschichten lassen sich kirchenfern aufwachsende Kinder offensichtlich leichter anlocken als mit Bibelgeschichten allein.» Er unterstellte der reformierten Kirche mit einem Zitat implizit, dass sie Gehirnwäsche mache oder Minderjährige zur Bekehrung dränge.
Gefährliche christliche Pflegeeltern
Die wohl fieseste Hetze betrieb jedoch der freischaffende Journalist Urs Hafner (WoZ,Tages Anzeiger, NZZ). Im ganzseitigen Artikel «Pflegeeltern auf Mission: Evangelikale üben Druck auf Pflegekinder aus» startete er in der NZZ vom 03.11.2025 einen Frontalangriff gegen christlich geprägte Pflegefamilien: «In der Schweizer Pflegekinderhilfe sind Evangelikale übervertreten. Eine Studie zeigt jetzt auf, dass streng christliche Pflegeeltern häufig eine Reihe von Vorgaben verletzen.» Dabei stützte er sich dabei auf ein Papier der Zürcher Soziologiestudentin Noëmi van Oordt, wonach evangelikale Pflegefamilien das Kindswohl gefährden.
Empirische Zahlen wurden keine geliefert. Begründet wurde die These der Kindswohlgefährdung ganz einfach mit «potenzieller Missionierung» und dem (christlichen) «Lebensstil». Bereits das wiederholte Reden über den richtigen Glauben sei problematisch und bringe Loyalitätskonflikte mit den leiblichen Eltern. Zudem würden die Kinder die Erwartungshaltung der Pflegeeltern spüren, was Druck aufbaue: «Evangelikale sind streng gläubige Christen. Als Mitglieder von freikirchlichen Gemeinschaften wie der Gemeinde für Christus, der Chrischona oder der International Christian Fellowship orientieren sie sich buchstäblich an der Bibel. Dort finden sie nicht nur Anleitung zu Nächstenliebe und Barmherzigkeit, sondern auch zu Gehorsam, traditionellen Familienwerten und dem Missionsauftrag.» Ach wie schrecklich: Traditionelle Familienwerte!
Es müssten Wege gesucht werden, um «kulturell und religiös diverse Pflegefamilien zu rekrutieren». Gegen atheistische Pflegeeltern haben van Oordt und Hafner natürlich nichts – bloss christlich dürfen sie nicht sein.
Verbot religiöser Symbole
Damit sind wir beim Kern des Themas: Eine zunehmend militante, säkularisierte Gesellschaft verlangt nicht nur die Trennung von Kirche und Staat (Laizität), sondern will jeden Aspekt des Christentums aus dem öffentlichen Leben verbannen. So dürfren SRG-Fernsehmoderatorinnen kein Halsband mit sichbarem Kreuz mehr tragen (wie Nachrichtensprecherin Wasiliki Goutziomitros im März 2023) und freikirchliche Taufen im Genfersee werden verboten (Bundesgerichtsentscheid vom 24.02.2024).
Unter dem Vorwand «religiöser Neutralität der öffentlichen Schule» wird das Tragen religiöser Symbole oder Abhalten von Weihnachtsfeiern untersagt. Aber die Auseinandersetzung geht über ein religiose Symbolik hinaus: Welchen Stellenwert darf das jüdisch-christliche Weltbild im heutigen Staat überhaupt noch haben? Politische Probleme betreffen letztlich immer religiöse und moralische Fragen. Wenn die christlich-abendländischen Werte verschwinden – wodurch werden sie ersetzt? Aus Sicht der Linksliberalen müsste ein «vernunftorientiertes Denken» an die Stelle «traditioneller religiöser Deutungsmuster» treten: Eine obrigkeitlich verordnete, woke-synkretistische «Weltreligion».
Alles erlaubt – ausser das Christentum
In der liberal-permissiven Gesellschaft ist alles erlaubt, alles käuflich. An die Stelle des verantwortungsbewussten christlichen Weltbildes tritt ein destruktiver, nihilistischer Konsumismus. Nur die vermeintliche Freiheit des Individuums und dessen Wünsche zählen. Selbst der Menschenkörper wird käuflich – weshalb Hehli durchaus konsequent für die freie Prostitution argumentiert. Dass dabei Freiheit in Knechtschaft umschlägt, merken die wenigsten.
Treue und Bindung haben in diesem transaktionalen Utilitarismus keinen Wert mehr. Die Solidarität von Arbeitgebern und Arbeitnehmern löst sich auf in der Glitzerwelt von Massenproduktion und Massenkonsum. Der gesellschaftliche Zusammenhalt.schwindet. Der Mensch wird auf seinen blossen Stellenwert als Produktions- und Konsumeinheit reduziert – Menschenmaterial als «menschliche Ressource».
Die Gentechnologie schafft immer perfektere Menschen. Es naht das Designerbaby. Demgegenüber wird «lebensunwertes Leben» mittels pränataler Diagnostik vor der Geburt selektioniert und liquidiert. Alte und kranke Menschen werden – angeblich zum eigenen Wohl – zum «Alterssuizid» gedrängt – zunehmend auch in privaten Pflegeheimen. Mit dem Suizid psychisch kranker, aber organisch gesunder Menschen wächst das kommerzielle Potential des Organhandels.
Das reale Böse
Heute prägt dieses menschenverachtende Böse, Dunkle und Teuflische unbemerkt bereits weite Teile unserer Gesellschaft. Als Feigenblatt dienen staatliche «Ethikkommissionen», die Rechtfertigungsgründe für dieses Tun liefern.
Die Gebote und Verbote des Christentums stören natürlich den Freiraum des liberalen Materialismus. Das verägert die hedonistischen Befürworter des alles-ist-erlaubt Weltbildes. Hinzu kommt ein ideologischer Aspekt: Das Christentum stellt die transzendentale Erlösung des Individuums ins Zentrum. Damit gerät es in Konflikt mit allen kollektivistischen Heilslehren, die ein Paradies auf Erden verheissen.
All dies steht im tiefen Gegensatz zur Frohbotschaft des Evangeliums. Als Christen dürfen wir uns jedoch vom Bösen der Welt nicht überwältigen lassen. Unsere Hoffnung und unser Vertrauen liegt in Jesus Christus, der sein Leben für jeden von uns hingegeben hat.
Gottvertrauen
Paulus spricht an vielen Orten von der Auseinandersetzung mit dem Bösen. Im Römerbrief 12,21 weist er uns an: «Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.» Und in Epheser 6,16 spricht er vom «Schild des Glaubens», um die Angriffe des Bösen abzuwehren. Der Widerstand muss also aus dem Glauben erfolgen. Hierzu müssen wir erst Gottes Wille suchen. In Jakobus 4,7 heisst es: «So ordnet euch nun Gott unter und widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.»
So gibt es einfache Schritte, wie wir dem Bösen begegnen können:
- Widerstand im Glauben: Wir sollen fest im Glauben sein.Hierzu müssen wir immer wieder neu Gottes Wille suchen. Was hat er mit mir vor? Was will er von mir? Wir können dies im privaten oder im gemeinschaftlichen Gebet tun. Wenn wir täglich die Bibel lesen, so erhalten wir jeden Tag geistliche Nahrung. Wir öffnen uns damit auch der Weisheit des Heiligen Geistes, der uns in unseren Vorhaben führt. Achten wir auf die Zeichen, die Gott uns gibt.
- Überwindung des Bösen durch das Gute: Gott hat diese Welt geschaffen und wir sollen trotz aller Zerfallserscheinungen das Gute darin sehen. Viele Menschen opfern sich für andere auf – nicht zuletzt in den Familien. Auch jeder von uns soll Gutes tun. Oft bedeutet dies auch, Leid zu ertragen oder andere in ihrem Leid zu trösten. Öffnen wir die Augen für das, was um uns herum geschieht.
- Wachsen im Vertrauen und in der Hoffnung: Aus dem Glauben und dem Guten, das Gott uns schenkt, wächst der «Friede des Herrn» – eine tiefe Geborgenheit und innere Ruhe. Wir wissen: Wir brauchen nichts, ausser dem Herrn, unserem Retter und Erlöser. Dieses tiefe Vertrauen und die damit verbundene Hoffnung geben wir an andere weiter, vor allem auch an unsere Kinder. So beginnen wir in der Dunkelheit zu strahlen. Wir werden, wie uns Jesus sagt, «das Licht der Welt» (Matthäus 5,14).
Celsa Brunner
