Obwohl immer mehr Geld ins Bildungswesen gepumpt wird, hat die Schweizer Bevölkerung – Kinder und Erwachsene – gemäss einer neuen OECD-Studie immer weniger Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten. Ein Beispiel bildet der Satz: «Bringen Sie Ihr Kind bis 10 Uhr in den Kindergarten» Jeder Zehnte zwischen 16 und 65 oder 1,67 Mio. Menschen in unserem Land verstehen mittlerweile eine solche Aufforderung nicht mehr vollständig, wenn sie schriftlich vorgelegt wird. Die Schweiz liegt damit deutlich hinter vergleichbaren Ländern wie Finnland, Schweden, Japan und den Niederlanden. Beim konzeptionellen Denken sind 1,38 Millionen Personen nicht mehr in der Lage ein Problem zu lösen, das mehrere Schritte erfordert. Dies schon gar nicht, wenn sich das Ziel im Prozess ändern sollte, was in vielen Alltagssituationen der Fall ist. In der Mathematik haben 1,07 Millionen Schweizer die Fähigkeit verloren, einfache Rechenaufgaben zu lösen.
(sda)
