Kinder machen sich schon in sehr jungen Jahren mit Bildschirmen vertraut, und ihre Bildschirmzeit nimmt rasant zu, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in einer neuen Studie schreibt. Demnach verbringen Sieben- bis Zwölfjährige in Frankreich bereits mehr als zwei Stunden täglich am Bildschirm. 15-Jährige in Deutschland kommen sogar auf 48 Stunden wöchentlich, also fast sieben Stunden am Tag. Einen regelrechten Boost erlebte die Nutzung digitaler Medien in Zeiten der Pandemie.
Viele Fragen zu den gesundheitlichen Folgen sind noch nicht hinreichend erforscht. Erwiesen scheint nur, dass hoher Medienkonsum gerade am Abend die Schlafqualität beeinträchtigt. «Hier entsteht ein Teufelskreis, da ein schlechterer Schlaf bei jungen Menschen zu erhöhter Müdigkeit führt, weshalb sie am nächsten Tag passive Aktivitäten wie Fernsehen bevorzugen», heisst es in der Studie.
Laut OECD hat sich die mentale Gesundheit junger Menschen in den vergangenen fünfzehn Jahren dramatisch verschlechtert. «Studien deuten darauf hin, dass problematischer Konsum das Risiko von Depressionen, Angstzustände, Einsamkeit, schulische Schwierigkeiten, Probleme mit dem eigenen Körperbild und Schlafstörungen erhöht, wobei Mädchen häufig stärker betroffen sind», heisst es.
(sda)
