Die linksextremen Jungsozialisten der Schweiz (JUSO) verabschiedeten kürzlich eine Resolution zur vollständigen Liberalisierung der Abtreibung ohne Fristenregelung, wie es in Kanada der Fall ist. In der Resolution wird argumentiert, die Regulierung der Reproduktion sei ein Instrument zur Machterhaltung des kapitalistisch-patriarchalen Staates». «Restriktive» Abtreibungsgesetze werden dabei in einen Zusammenhang mit erzwungenen Sterilisationen und Geburtenkontrollprogrammen gebracht. Die JUSO fasst die völlige Freigabe der Abtreibung als Teil des Kampfes gegen die «konservative Rechte» auf, «darunter christliche Fundamentalist*Innen». «Beratungsangebote von christlich-fundamentalistischen Organisationen» dürften nicht mehr neutral in Erscheinung treten, sondern müssten deklariert werden.
(idea)
