Wie wir arbeiten: Materielle Hilfe für Familien in Not

  • Die kinderreichen Familien werden heute immer stärker belastet (Wohnungskosten, Verkehr, Abgaben und Prämien, usw.) und gehören zu den grössten Armutsgruppen in unserem Land. Vor allem intakte Familien des unteren Mittelstandes kommen immer häufiger in Schwierigkeiten.


  • Seitens unseres gemeinnützigen und steuerbefreiten Vereins «Jugend und Familie» helfen wir, schwierige Situationen zu überbrücken. Jedes Hilfsgesuch wird von unserer Hilfsstelle für Familien in Not sorgfältig abgeklärt. In besonders schwierigen Fällen stellen wir einen Experten für Schuldensanierungen zur Verfügung. Teilweise helfen wir in solchen Situationen auch mit einem zinsgünstigen Darlehen.


  • Über die letzten fünf Jahre haben wir fast 2,2 Millionen Franken für Vergabungen und Hilfsgesuche ausgegeben, nämlich 2005: 579’000 Franken, 2006: 359’000 Franken, 2007: 237’000 Franken, 2008: 347’000 Franken, 2009: 300’000 Franken, 2010: 345’000 Franken. Ein guter Teil dieser Vergabungen wird über die regelmässige Lieferung von Lebensmitteln (vor allem gegen das Monatsende) abgewickelt.


  • Im Herbst 2003 konnten wir zudem mit 200’000 Franken die ebenfalls gemeinnützige «Schweizerische Stiftung für Familien in Not» ins Leben rufen. Diese Stiftung unterhält ein Familienhaus in Wettingen und erfüllt seither einen Teil unserer materiellen Hilfstätigkeit.


  • Ein nicht unwesentlicher Teil unserer Familienhilfe besteht auch in der Vermittlung von Direkthilfe von Familie zu Familie (d.h. Direktpatenschaften von finanzkräftigen Familien für hilfsbedürftige Familien ohne jeden administrativen Abzug).


  • Häufig ist es in familiär schwierigen Situationen entscheidend, die Mutter zu entlasten. In diesen Fällen stellen wir vorübergehend eine Haushalthilfe zur Verfügung und ermöglichen den betreffenden Müttern etwas Zeit zur Erholung. Ergänzend dazu haben wir eine Aktion «Ersatzgrosi» ins Leben gerufen. Dabei stellt sich eine erfahren Mutter oder Grossmutter aus unserem Freundeskreis zur Verfügung, die Kinder einer fremden Familie jede Woche für einen halben oder ganzen Tag zu betreuen und damit der überforderten Mutter eine regelmässige Aus-Zeit zu verschaffen.


  • Oft ist es jedoch für die Wiederherstellung der familiären Ausgeglichenheit auch entscheidend, den Eltern oder der gesamten Familie gemeinsam eine gewisse Ruhezeit zu gewähren. Wir haben für diesen Zweck das «Programm Familienferien» entwickelt, welches jedes Jahr zwischen 10 –15 Eltern oder ganzen Familien ein- oder zweiwöchige Familienferien ermöglicht.

  • Einige wenige der Familien, die wir unterstützen konnten


    Unterstützte Familien Martin Schaller ist Lastwagen-Chauffeur und wohnt mit seiner Frau Sybille in der Zentralschweiz. Vor vier Jahren kamen die Zwillinge Jonas und Tobias. Dann kamen Mitte Juni 2008 nochmals Zwillinge zur Welt. Ein finanzieller Engpass drohte. Eine Abtreibung kam jedoch nicht in Frage! Wir konnten helfen!
    Unterstützte Familien Familie Ortlieb aus Gams mit acht Kindern. Vater Martin musste sich im April 2008 einer schweren Herzoperation unterziehen.
    Unterstützte Familien Familie Schmid hatte 2008 kein gutes Jahr: Ein Sohn brach sich innert einer Woche beide Arme. Tochter Deborah hatte grosse Probleme mit Asthma. Bei Vater André war plötzlich die rechte Gesichtshälfte gelähmt. Und im August stand auch noch der Keller unter Wasser.